Passive Nutzung bei der Gebäudegestaltung
Die passive Nutzung von Solarenergie bezieht bauliche Merkmale eines Gebäudes in die Energiekalkulation ein, um Sonneneinstrahlung optimal zu nutzen. Vorbild sind historische Gebäude der verschiedenen Weltregionen, da der Mensch seitdem er Gebäude errichtet Warm- und Kaltluftströme nutzt. Dies entdeckt man zum Beispiel in den traditionellen Kuppelbauten der arabischen Länder oder in der Lehmarchitektur Afrikas, wo natürliche Klimasysteme für angenehme Raumluft sorgen. Architekten bevorzugen für Energie sparendes Bauen meist kompakte Außenhüllen, in denen keine Wärmebrücken entstehen können. Günstig ist die Südhanglagen mit möglichst großen Fenstern zu den Sonnenseiten hin, kleineren oder überhaupt keinen Öffnungen in Richtung Norden. Moderne Passiv Häuser sind mit hochentwickelter Isolierung ausgestattet. So kann allein das kontrollierte Leiten von Warm- und Kaltluft zum Heizen und Kühlen ausreichen und eine konventionelle Heizungsanlage unnötig machen. Zusätzlich nutzt diese Technik die Abstrahlungswärme der Bewohner und aller elektrischen Geräte im Haushalt. Da die fast dichte Außenhülle keine Frischluft durchlässt, ist eine gut funktionierende Lüftungsanlage wichtig. Baut man in dieses System einen Wärmetauscher ein, entzieht dieser der Abluft Wärme und führt sie der Frischluft wieder zu. Wer sorglos Kälteperioden überbrücken möchte, kann zusätzlich Heizungsanlagen einbauen – anstelle von konventionellen Heizungen eignen sich auch Systeme, die mit Holzpellets oder Solarthermische Anlagen.