Erdwärmeanlagen oder Erdreichwärmetauscher

Für die meisten Erdwärmeanlagen wird bei Einfamilienhäusern ein etwa 40 Meter langes Rohr mit möglichst geringer Wandstärke in zwei bis drei Metern Tiefe verlegt. Da das Erdreich in dieser Tiefe bereits stark verzögert auf Temperaturunterschiede an der Oberfläche reagiert, ist es im Sommer noch kalt genug, um die Luft in der Röhre zu kühlen und im Herbst und Winter warm genug, um dies fürs Heizen eines Passivhauses nutzen zu können. Beim Verlegen der Leitungen ist es wichtig, dass eventuell anfallendes Kondenswasser ablaufen kann und dass die Röhre nicht in zu engen Kurven verläuft, um sie noch kontrollieren und reinigen zu können.

Wer Wert auf saubere Luft legt, sollte bedenken, dass sich im Laufe von Jahrzehnten Ablagerungen und Verschmutzungen in Rohrsystemen bilden könnten. Oft fällt deshalb die Entscheidung für einen Sole-Erdwärmetauscher. Bei diesem durchfließt nur eine Flüssigkeit, die Sole das verlegte Rohr. An der Oberfläche sorgt ein Sole-Luft-Wärmetauscher für die Übertragung der Wärme oder Kälte von der Flüssigkeit auf die Frischluft. Bei Anlagen dieser Art braucht man weder auf Kondenswasser noch auf Reinigung Rücksichtig zu nehmen. Die Leitungen liegen in gleicher Tiefe wie beim luftdurchströmten Erdwärmetauscher, nur sollten sie um einiges länger sein.