Public Viewing dank Solartechnik

von Solarhaus

Heute in genau vier Wochen beginnt die Fussball WM in Südafrika, dem Land das wirtschaftlich weit entwickelt ist, im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern und einfach auch ein beliebtes Reiseziel ist. Zwar gab es im Vorfeld einige Probleme bei der Organisation und der rechtzeitigen Fertigstellung der Stadien, doch es scheint alles zur rechten Zeit fertig zu werden. Zumindest hört man keine schlechten Medienberichte mehr darüber.

Doch was hat die Fussball WM und speziell Südafrika mit dem Thema Solar zu tun? Dass Sonne gerade in Afrika sehr günstig steht liegt an den geographischen Gegebenheiten. Und warum sollte dieser Vorteil nicht genutzt werden, um Afrika das Thema Solar bzw. Erneuerbare Energien näher zu bringen?

Zwar gibt es schon einige Projekte in Afrika, wir berichteten hier und hier über Solar Projekte, wo Firmen zusammen mit afrikanischen Länder kooperieren, um u. a. Strom in Regionen zu liefern die sonst ganz abgeschnitten sind.

Das neue Solar Projekt kommt einer kleinen Stadt Oboadaka in Ghana zu gute. Dass 6.900 seelengroße Dorf wird nämlich während der Fussball WM die Spiele größtenteils mitverfolgen können. Zu verdanken ist das der Kooperation der Hamburger Stiftung World Future Council und der Energiebau Sungery Ghana Ltd.. Mit Solarstrom kann eben auch dezentral installiert werden, auch da wo sonst kein Strom vorhanden ist. Die Bewohner von Oboadaka kommen also in den Genuss von Public-Viewing was dem Gemeindevorsteher Alex Ahwireng natürlich sehr freut. Neben dem Ziel, dass Solarstrom zuverlässig ist, sollen auch afrikanische Poltiker überzeugt werden, mehr in die Nutzung von erneuerbaren Energien zu investieren und zu fördern.

Noch heute benutzen rund 80 Prozent der Bewohner Afrikas Holz oder Holzkohle für ihre Energieversorgung. Schaffen die Verantwortlichen für das unternehmen die Entscheidungsträger, Vertreter aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu überzeugen mehr in die Entwicklung auf Basis der Erneuerbaren Energien zu stecken, dann kann die große Gefahr für das Weltklima gebannt werden. Ein Zusammentreffen von AREA-Mitgliedern (African Renewable Energy Alliance) und der World Future Council vom 21. bis 23. Juni in Accra, der Hauptstadt von Ghana, ist bereits geplant. Unter dem Motto “Power Kick for Africa” beraten die Zusammenkommenden über mögliche politische Förderinstrumente, Finanzierungsmöglichkeiten und Technologien. Am Ende des letzten Workshop-Tages fahren die Teilnehmer nach Oboadaka um sich u.a. dort mit den Dorfbewohnern das WM-Gruppenspiel Deutschland gegen Ghana anzusehen, das auf einer Public-Viewing Leinwand übertragen wird. Aber auch um zu sehen wie die Nutzung erneuerbarer Energien aussehen kann und welche Vorteile es den Menschen bringt nicht länger von der Welt abgeschnitten zu sein.
Die von Energiebau Sunergy Ghana Ltd. gestiftete Solaranlage bleibt dauerhaft in Oboadaka und wird dem kleinen Ortskrankenhaus Solarstrom liefern, wo bislang Ärzte und Schwestern ihre Arbeit ohne Strom verrichteten.

Weitere Informationen über die World Future Council, die sich einsetzt für verantwortungsvolles und nachhaltiges Denken und Handeln ganz im Sinne der zukünftigen Generationen und das weltweit.

Impressionen

Oboadaka © Energiebau Sunergy Ghana Ltd.


Dorfschule in Obadaka © Energiebau Sunergy Ghana Ltd.




Krankenstation in Oboadaka © Energiebau Sunergy Ghana Ltd.

Kategorie Solar Projekte

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