Organische Solarzellen auf dem Vormarsch
Das britische Unternehmen G24, mit Hauptsitz in Cardiff entwickelt und fertigt Solarmodule sowie hochwertige Solarprodukte die eine selbstentwickelte Technologie Dye Sensitized Thin Film benutzt. Nun hat das Unternehmen damit begonnen organische Solarzellen auszuliefern.
Was versteht man unter organischen Solarzellen?
Organische Solarzellen oder Plastiksolarzellen, der Oberbegriff ist organische Photovoltaik, bezeichnen Solarzellen auf einer Basis organischer Halbleitermaterialien. Damit wird zukünftig das bis heute verwendete Silizium wohl der Vergangenheit angehören. Der Grundstein für nachhaltige und wettbewerbsfähige Energieerzeugung ist damit gelegt. Neue Materialien sind der Schlüssel zu Systeminnovationen, die im Endprodukt die wichtigen Eigenschaften bestimmen.
Dank der neuen Technik, organische Solarzellen, ist es dem hongkong-nesischem Unternehmen Mascotte Industrial Associates möglich, seine Taschen für elektrische Geräte damit auszurüsten. Der großartige Vorteil dieser Tasche ist, dass die elektrischen Geräte nicht mehr an Steckdosen aufgeladen werden müssen. Ihre Energie beziehen sie aus den Solarmodulen, das laut Hersteller auch bei schlechten Lichtverhältnissen funktionieren soll. Noch in diesem Jahr sollen die Produkte fast überall erhältlich sein. Die ersten Produkte von Mascotte wurden auf einer Messe in Hongkong vorgestellt.
Vor drei Jahren hat G24i sich das Produkt lizenzieren lassen. Außerdem wurde eine Methode entwickelt, um die organischen Solarzellen im Rolle-zu-Rolle-Verfahren herstellen zu können.
Das es nicht nur in Übersee Forscher hinsichtlich organischer Solarzellen gibt ist sicherlich einleuchtend. So befasst sich auch ein deutsches Konsortium aus Heliatek, BASF und einer Gruppe von Forschern für angewandte Photophysik der TU Dresden an der Kommerzialisierung eben dieser organischen Solarzellen. Die Vorteile dafür liegen klar auf der Hand:
- Geringe Herstellungskosten aufgrund billiger Produktionstechnologien
- Hohe Stromausbeuten durch Dünnschicht – Großflächentechnologien für Kunststoffe
- Flexibilität, Transparenz und einfache Handhabung (mechanische Eigenschaften von Kunststoffen)
- Hohe Umweltverträglichkeit (Kunststoffe auf Kohlenstoffbasis)
- Anpassung an das Sonnenspektrum durch gezielte Polymersynthese
- “Bunte” Solarzellen für architektonische Stilelemente
Bei BASF werden halbleitende organische Materialien mit hoher thermischer und photochemischer Stabilität entwickelt. Wegen der starken Lichtabsorption können die Materialien in dünnen Schichten aufgedampft oder gedruckt werden. Eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit der organischen Solarzellen ist damit sicher.
Halten die Solarzellen Taschen überhaupt was sie versprechen und gibt es eine Zielgruppe die sich überlegt solche Solarzellen Taschen zu kaufen? Billig dürften die ja nicht sein oder? Ok, im Vergleich zu denen die noch mit Halbleitermaterialien hergestellt wurden, wohl schon. Aber 200 Euro für eine solche Solarzellen Tasche?
Quelle: enbausa
Kategorie Solartechnik