Klimaschutz setzt sich im Elefantenstall fort
Der Osanbrückener Zoo ist einer der ersten Zoos in Deutschland, die ein Energiesparprogramm erfolgreich umgesetzt haben. Nach zwei Jahren intensiver Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und den Stadtwerken Osnabrück konnte ein Konzept entwickelt und umgesetzt werden, das den Energieverbrauch im Zoo deutlich verringert.
Die Hard Facts
- 1/4 weniger Strom verbraucht -> 68.200 Euro gespart
- 250 Tonnen weniger Kohlendioxid produziert
Mit den gemachten Erkenntnissen und erlangtem Wissen können nun andere Zoos dazu ermuntert werden, dem positiven Beispiel zu folgen, um dem Kampf gegen den Klimaschutz entgegen zuwirken.
Das Energiesparen im Zoo eine größere Herausforderung ist als bei einem normalen Einfamilienhaus ist, ist nur logisch. Aufgrund der Artenvielfalt, der Neugier der Zoobewohner, des häufigen Öffnens der Türen zu den Tierhäuser und der vielen alten Bauten der 70er Jahre mit hohem Energieverbrauch, war es von Anfang an klar, dass dies eine besondere Herausforderung werden würde. Doch die gegenwärtige Bilanz zeigt, dass sich die zwei Jahre Umstrukturierung zu klimafreundlichen Gebäuden mehr als gelohnt hat.
Vielfältige Schritte bis zum Ziel
Erster Einstiegspunkt nach der Bestandsaufnahme war der Austausch von Lampen in Energiesparlampen. Zweiter Mangel der angegangen wurde, war die Dämmung der Rohre und Wände, sowie die Installation eines kleinen Computers in jedem Tierhaus, das die Temperatur zukünftig regeln und dokumentieren soll. Darüber hinaus war eine groß Zahl von vielen spezifischen Maßnahmen nötig, wie zum Beispiel die Einrichtung einer Infrarotheizung für die Elefanten. Mit der Infrarotheizung kann auch bei kühleren Raumtemperaturen eine angenehme Haltungsbedingung für die Elefanten ermöglicht werden. Weiterhin wurde eine Solaranlage angebracht, die das Wasser für den Elefanten- und Nashornstall aufheizt. Sehr effektiv war der Einsatz in das Blockheizkraftwerk. Ein Drittel des benötigten Stroms für den Zoo wird damit produziert und versorgt die Tropenhalle, das Südamerika- und Affenhaus.
Unterstützung beim Projekt
Ohne finanzielle Unterstützung von DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt), den Stadtwerken und der Niedersächsischen Lottostiftung wäre so ein großes Solar Projekt für den Zoo nicht möglich gewesen. Mit insgesamt 230.000 Euro haben die Sponsoren dem Osnabrückener Zoo ausgeholfen.
Weiterführende Informationen
Doch damit noch nicht genug. Mit sogenannten “Energiespartatzen” will der Zoo seine Besucher darüber informieren, wie und wo die klimaschützenden Maßnahmen umgesetzt wurden. Gesonderte Führungen im Zoo “Energie im Zoo und im Tierreich” sollen Besucher für das Thema “Energie” sensibilisieren. Für den Beginn der Sommerferien ist bereits eine Ausstellung der Stadtwerke im Aquarium geplant, die dazu animieren soll auch im eigenen Haushalt Energie einzusparen.
Für den Zoo steht weiterhin fest sich weiter am Klimaschutz zu beteiligen und als Vorreiter gesehen zu werden. Schon zum Herbst wird das nächste Solar-Projekt, die Hackschnitzelanlage zur Wärmegewinnung für Zoo, Zooverwaltung und Museum angeschlossen. Bei den Verantwortlichen im Zoo ist man sich bewußt, das es weiterhin noch viel zu tun und zu verbessern gibt. Alle neuen Anlagen die zukünftig im Zoo noch entstehen, werden im Niedrigenergieverbrauch-Sektor gebaut. Ein Thema das nie wirklich abgeschlossen sein wird.
Quelle: DBU
Bild: © by Zoo Osnabrück
Kategorie Solar Projekte
Was für ein tolles Projekt! Vielen Dank für den interessanten Artikel. Hoffentlich nehmen sich auch andere Einrichtungen ein Beispiel daran.
Beste Grüße aus Bremen sendet die Bremer Energieberatung enerpremium