Enormer Strompreisanstieg wegen Solarboom
Der Strompreisanstieg soll 2011 rund zehn Prozent betragen, dass glauben zumindest Stromriesen und Wissenschaftler. Grundlage dieser Annahme sind Berechnungen vom Energiekonzern Vattenfall. Die schlechte Nachrichtenlage scheint für die Verbraucher kein Ende zu nehmen. Schuld daran, wenn man davon reden kann, sind die verstärkte Nachfrage nach Solaranlagen. An für sich eine positive Meldung, wenn wir an den Klimaschutz denken. Die damit verbundenen höheren Förderkosten werden zum Leid des Verbrauchers auf sie umgelegt.
In Zahlen ausgedrückt bedeutet der Strompreisanstieg für die deutschen Stromkunden ein sattes Plus von 1,8 bis 2 Cent pro Kilowattstunde. Der neue Strompreis kann dann bis zu 4,4 Cent mehr betragen als jetzt, einschließlich Mehrwertsteuer. Beispiel: Ein Verbraucherhaushalt mit 5000 Kilowattstunden Stromverbrauch im Jahr, muss künftig etwa 100 Euro mehr zahlen als vorher.
Ist die Vattenfall Rechnung realistisch?
Ja, durchaus und die geplante Senkung der Solar-Förderung (Jahresmitte um 15 Prozent) ist bereits miteingerechnet. Die Prognose der Vattenfall Rechnung wird nämlich in Teilen der Branche zur Kalkulation verwendet. Das bestätigte auch das Leipziger Institut für Energie, das an offiziellen Ökostrom-Prognosen beteiligt ist.
Wahrscheinlich konnte auch keiner der “Solarstromanlagen Kalkulierer” vorhersagen, dass es in 2009 zu einem regelrechten Solarboom kommt und so die veranschlagten 4400 Megawatt bereits schon zum Ende von 2009 erreicht wurden. Ursprünglich hatte man dafür einen Zeitraum von zwei Jahren vorgesehen. Nach dem Stand von heute, dürften 2010 nochmals 5000 Megawatt an Leistung für Solarstromanlagen hinzukommen.
Senkung der Solar-Förderung für Dachanlagen
Laut Gesetz (Erneuerbare-Energien-Gesetz) dürfen Solaranlagenbetreiber ihren Strom zwanzig Jahre lang zu konstanten Preisen ins Stromnetz einspeisen. Die dabei entstehenden Kosten werden auf die Stromverbraucher umgeschlagen. Holger Krawinkel, Experte auf diesem Gebiet, sieht die Belastungen der Solar-Förderung für die Verbraucher nicht mehr tragbar und fordert daher eine eindringliche Senkung.
Nicht wie ursprünglich vom Bundesumweltminister Norbert Röttgen geplant (zum 1. April), soll die Solar-Förderung nun jetzt erst im Juni gesenkt werden. Dann aber um 16 Prozent. Eine Umsetzung zum 1. April ist laut Vertretern der Solarlobby viel zu früh. Die noch junge Photovoltaik-Industrie stehe noch am Anfang um sie jetzt durch unüberlegtes Handeln zu gefährden und dabei Tausende Jobs aufs Spiel zu setzen, kann nicht im Sinne des Landes sein.
Quelle: spiegel (Online)
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Kategorie Solar News